Göttingen 14.08.2005
Mit Aufrufen zu Aktivitäten während des Wahlkampfes und zur
WTO-Konferenz im Dezember ist in Göttingen die vierte Attac-
Sommerakademie zu Ende gegangen. Mehr als 600 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer hatten seit Dienstag in der Universitätsstadt
diskutiert, Kontakte geknüpft und gefeiert. "Für eine aktive
Bewegung ist ein solches Angebot zur Weiterbildung und
Vernetzung unverzichtbar", sagte Chris Methmann (Attac-
Koordinierungskreis).
Im Wahlkampf wird Attac zwar keine spezifische Wahlempfehlung
geben, aber konkrete Forderungen einbringen. Unter dem Motto
"Genug für alle" sollen die Parteien dabei mit der Forderung
nach einer solidarischen Einfachsteuer, nach einer wirklichen
Bürgerversicherung, nach einem bedingungslosen Grundeinkommen
und der Rücknahme von Hartz IV konfrontiert werden. Für
November ist eine Konferenz mit vielen verschiedenen
politischen Gruppen geplant, sagte Phillip Hersel (Attac-
Koordinierungskreis): "Egal wer die Regierung stellt - wir
werden ihr als außerparlamentarische Bewegung weiterhin stark
auf die Finger schauen."
Ein weiterer Schwerpunkt werden Aktionen gegen die WTO-
Ministerkonferenz im Dezember in Hongkong sein. Geplant sind
eine internationale Konferenz in Stuttgart vom 29. September
bis 2. Oktober sowie ein weltweiter Aktionstag am 10.
Dezember. Nach dem Scheitern in Seattle und Cancun erhöhten
die Länder des Nordens derzeit den Druck, sagte Oliver
Moldenhauer (Attac-WTO-AG): "Die Menschen im Süden zählen
darauf, dass wir mehr Widerstand organisieren und auch
Hongkong platzen lassen."
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