die neue machbarkeit

Am 22. März 2009, pünktlich zum Weltwassertag, verabschiedete der Bundestag das „Gesetz für eine Besteuerung von Virtuellem Wasser“, kurz GeBeViWa.

Damit gab sie dem Druck weltweiter Proteste nach, die sich vor allem in ökonomisch schwachen und wasserarmen Ländern zu einer Massenbewegung entwickelten und das politische Bewusstsein aller gesellschaftlichen Schichten erreichte.

Anzeige: Viva Con Agua - Trinkwasserinitiative mehr...

Auf einer spontan einberufenen Sitzung der G200 Anfang März mussten Bundeskanzlerin Merkel und die übrigen ehemaligen G8-Regierungschefs auf Forderungen ihrer Kollegen aus den Ländern des Südens eingehen: „Wasserintensive und exportorientierte Agrarnutzung in den wasserarmen Regionen der Erde ist ökologisch unsinnig und wirtschaftlich unrentabel“, erklärte Äthiopiens Premierminister Meles Zenawi.


Anzeige

Kanzlerin Merkel peitschte das GeBeViWa im Eilverfahren durch das deutsche Parlament, da auch im eigenen Land die Forderung nach einer deutlichen und schnellen Reduzierung des „Wasser-Fußabdrucks“ Deutschlands immer lauter wurde. Als Sprachrohr dieser Kampagne tat sich die in Hamburg gegründete, internationale Wasser-Organisation „Viva con Agua“ hervor, die ein breites Bündnis aus allen gesellschaftlichen Bereichen für die Wasser-Steuer etablierte.

Für besonders wasserintensive Produkte wie Baumwolle oder Rindfleisch wird mittlerweile durch ein neuartiges, hochkomplexes Softwareprogramm der reale Preis eines Produkts ermittelt, d.h. der Wert des so genannten virtuellen Wassers wird endlich ehrlich und objektiv in den Gesamtpreis der Waren mit einberechnet.

Die dadurch erzielten Mehreinnahmen sollen gezielt für Projekte in Entwicklungsländern eingesetzt werden, die der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen dienen. Auch der Gewässerschutz und die Entwicklung von nachhaltigen Technologien zur Gewinnung von Trinkwasser sollen durch das GeBeViWa gefördert werden.

Durch die globale Mobilisierung sensibilisiert, sprachen sich in Umfragen aller großen Meinungsforschungsinstitute eine deutliche Mehrheit von 75% der Deutschen für die neue Wasser-Steuer aus.

Weitere Artikel zum Thema

VivaConAgua de St. Pauli: Trinkwasserinitiative

Wasser ist, neben der Luft zum Atmen, die elementarste Grundlage zum Leben. Wasser erschafft erst Leben, Wasser ist Leben. Wasser bedeutet gesundes Leben, glückliches Leben. Für Viva con Agua de Sankt Pauli ist diese Tatsache grundlegende Motivation zum Handeln - zur Verwirklichung von Wasserprojekten in aller Welt, um Menschen einen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. […]»

VERBOTEN(dot)NET ist eine Aktion der GlobalisierungskritikerInnen von ATTAC. (Copyleft 2009 Attac Deutschland WEBteam)
*übrigens: ATTAC darf nicht "die zeit" heißen.